Brustdiagnostik

Brustkrebs ist weltweit die häufigste Krebsart bei Frauen. Im Jahr 2012 erkrankten knapp 1,7 Millionen Frauen an Brustkrebs. Entgegen der hohen Kenntnisse über Früherkennung- und Behandlungsmöglichkeiten war Brustkrebs mit rund 520.000 Fällen die tödlichste Krebserkrankung bei Frauen im Jahr 2012.[1]

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©  eigene Darstellung; vgl. Stewart B. W., Wild C. P. (2014)

Zur Früherkennung werden meist die Mammographie oder der Ultraschall der Brust angewandt. Diese beiden Verfahren weisen jedoch eine wesentlich geringere Treffsicherheit im Vergleich zur Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) auf, wie zahlreiche Forschungen belegen.

In einer Studie von Kuhl et al. (2010) wurden zwischen 2002 und 2007 687 Frauen jährlich mittels den o.g. drei Verfahren untersucht. Dabei wurde bei 27 Frauen Brustkrebs diagnostiziert. Die höchste Trefferquote hatte die MRT mit 25 gefunden Tumoren (92,6 Prozent). Mit Hilfe des Ultraschalls wurden 10 Tumore (37 Prozent) identifiziert und bei der Mammographie sogar nur 9 (33,3 Prozent).[2]

Als großer Nachteil der MRT werden sowohl der hohe Zeitaufwand als auch die intensiven Kosten im Vergleich zur Mammographie bzw. zum Ultraschall angesehen. Eine neue Studie der Uniklinik RWTH Aachen aus dem vergangenen Jahr konnte jedoch erstgenannten Nachteil widerlegen. Kuhl et al. (2014) führten MRT-Untersuchungen zur Früherkennung von Brustkrebs in nur drei Minuten durch und erreichten somit eine Dauer, die der Anwendung einer Mammographie entspricht.[3]

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©  Kuhl et al. (2010)

„Wenn dann Spezialisten für Brust-MRT diese Aufnahmen interpretieren, so liegt die Treffsicherheit dieser Früherkennungs-MRT genau so hoch wie die der „normalen“ Brust-MRT – und ist damit ganz erheblich treffsicherer als Mammographie oder Sonographie“, fasst Prof. Dr. Kuhl die Forschungsergebnisse zusammen. „Wir haben mit diesem neuen MR-Screening-Verfahren bei Frauen mit ganz normalem Risiko Brustkrebs gefunden, der weder in der Mammographie noch im Ultraschall vermutet oder erkannt worden war.“ [4]

Brustbiopsie

Bereits 1995 begann der Geschäftsführer der NORAS MRI products GmbH , Hubert Noras, mit der Entwicklung eines Fixier- und Positionierungssystems für eine MR-gestützte Biopsie der weiblichen Brust, welches ein Jahr später unter DE19626286C2 patentiert wurde. Dieses war das erste Post & Pillar Biopsie System, mit dem punktgenaue Gewebeproben im MRT vorgenommen werden konnten und das mit gehaltener Position der Nadel zur Überprüfung in den Kernspintomographen gefahren werden konnte.

Weitere Produkte für die Brustbildgebung und –biopsie folgten und wurden stetig weiter entwickelt, um den aktuellen Herausforderungen in der MR-gestützten Biopsie gerecht zu werden.

Hierbei arbeitete die NORAS MRI products GmbH eng mit renommierten Brustkrebs-Spezialisten zusammen. Dazu zählen:

Univ.-Prof. Dr. med. Christiane Kuhl, Uniklinik RWTH Aachen
Prof. Dr. med. Uwe Fischer, Diagnostisches Brustzentrum Göttingen

Durch die stetige innovative Weiterentwicklung und Nähe zum Anwender ist die NORAS MRI products GmbH seit Jahren einer der führenden Hersteller von Produkten für die MR-gestützte Brustbiopsie und –bildgebung.



  • [1] Stewart B. W., Wild C. P. (2014): World Cancer Report 2014. Lyon, France: International Agency for Research on Cancer
  • [2] Kuhl Ch. et al. (2010): Prospective Multicenter Cohort Study to Refine Management Recommendations for Women at Elevated Familial Risk of Breast Cancer: The EVA Trial. Journal of Clinical Oncology 28:1450-7
  • [3] Kuhl Ch. et al. (2014): Abbreviated Breast Magnetic Resonance Imaging (MRI): First Postcontrast Subtracted Images and Maximum-Intensity Projection – A Novel Approach to Breast Cancer Screening With MRI. Journal of Clinical Oncology 32:2304-2310
  • [4] Uniklinik RWTH Aachen (2014): Neuer Meilenstein bei der Brustkrebsfrüherkennung. Pressemitteilung, 25.06.2014. Verfügbar unter: http://www.ukaachen.de/fileadmin/files/global/Pressemitteilungen_2014/PM_25062014_Brustkrebs-Frueherkennung_mittels_MRT.pdf [zuletzt abgerufen am 04.08.2015]